Weihnachten einmal anders….

….Oder wie die Wohnzimmerglückliche, nach bald drei Jahrzehnten, Weihnachten einmal anders verbringt.

Vorab will gesagt sein: Mir ist meine Weihnachtsstimmung abhandengekommen! Ich habe keine Ahnung, wo sie hin ist, klar ist nur: Sie ist weg. Spurlos verschwunden. Und das, obwohl ich wirklich sehr intensiv nach ihr gesucht habe. Auf Weihnachtsfeiern, am Christkindlmarkt, beim lauthals mitkrähen diverser Weihnachtslieder und natürlich beim Backen der Weihnachtskekse. Für mich, als bekennende Weihnachtsliebende, ist das ein ganz grauenhafter Zustand, dem es zu Leibe zu rücken gilt.

Also den Weihnachtsbaum eingeschaltet, Weihnachtslieder laut aufgedreht und ran ans Keksbacken. Aber auch da: NICHTS. Nicht einmal ein Hauch von Weihnachten. Es ist doch wirklich zum Heulen. Ob es an dem fiesen, viel zu warmen Wetter liegt? Oder daran, dass ich schon im September all meine Weihnachtlichkeit ausgelebt habe?! Oder daran, dass ich nach 777 Keksen im November jetzt so überhaupt keine Lust mehr habe zu backen? Was auch immer es auch sein mag: So leicht lässt man sich als weihnachtsliebende Wohnzimmerglückliche nicht unterkriegen und es wird trotzdem gebacken, als ob es nächstes Jahr Weihnachten nicht mehr gäbe

Hat alles nicht geholfen! Dass jetzt tatsächlich Weihnachten ist, lässt sich bis jetzt nur daran erkennen, dass wir alle viel zu viel essen und in sentimentale Gespräche verfallen. Die Tatsache, dass ich, das erste Mal seit 29 Jahren, nicht bei meiner Familie bin, trägt sicher auch dazu bei, dass ich mich nicht gerade sehr weihnachtlich fühle. Schon komisch, wie man das dann doch alles gerne genau so hätte, wie man es kennt. Sogar die Sachen, die einem seit Jahren eher auf den Keks gehen als sonst was. Aber trotz alledem war es ein sehr Schönes, wenn auch ganz anderes Weihnachten als ich das so gewohnt bin. Was aber offenbar an Weihnachten stimmt: Die Menge macht’s. Die Menge an Menschen, die in mehr oder weniger freudiger Vorbereitung herumwuseln, noch im letzten Moment Geschenke basteln, verpacken, Karten schreiben. Die Menge an vertrauten Gesichtern, die andächtig den Weihnachtsbaum betrachten, singen und sich die Wampen vollstopfen. Die Menge an Menschen, die einem auch ganz gehörig auf die Nerven gehen können, die man aber so unheimlich lieb hat, dass es fast nicht auszuhalten ist. In einem Wort: Familie.

Was aber gegen all die Unweihnachtlichkeit im Vorfeld und auch das kleine bisschen Heimweh zum Fest hilft: Weihnachtskekse. Dieses Jahr habe ich, weil ja eigentlich keine Lust zu backen, nur ein paar Sorten gemacht und dabei drei Sorten kreiert, die mir besonders gut schmecken.

So hübsch kann Resteverwertung sein… wer keine Lust mehr hat den letzten Rest zum hundertsten Mal auszurollen, um noch ein paar Schneeflocken zu bekommen, oder von Anfang an keine Lust hat auf Ausstechen, der macht am besten einfach diese hübschen Kekse

Es grüßt, ganz weihnachtlich und bis zum Bersten vollgemampft,

die Wohnzimmerglückliche


Zutaten

Schoko-Ingwer-Schneeflocken

  • 250 g Mehl
  • 125 g Sanella
  • 125 g Zucker
  • 1 Ei
  • 4 El Kakao
  • 2 Tl Schoko-Ingwer-Zucker (Schuhbeck)

Hot&Spicy-Schneeflocken

  • 250 g Mehl
  • 125 g Sanella
  • 125 g Zucker
  • 1 Ei
  • 2 Tl Hot&Spicy-Zucker

Zubereitung

Alle Zutaten rasch zu einem glatten Teig verkneten. Mindestens 2 Stunden kaltstellen. Teig circa 4mm dick ausrollen, verschiedene Schneeflocken ausstechen, bei 170 Grad Ober/Unterhitze circa 12 Minuten backen. Aus dem Backofen nehmen, gleich auf ein Kuchengitter ziehen und vollständig auskühlen lassen.

Den letzten Rest der beiden Teige habe ich, weil keine Lust noch mehr auszustechen, ausgerollt und übereinandergelegt. Dann aufgerollt und in Scheiben geschnitten. Bei 170 Grad Ober/Unterhitze circa 15 Minuten gebacken. Und dabei einen hervorragenden Keks erfunden. Die schmecken nämlich nicht nur sehr lecker, sondern sind auch sehr schnell gemacht und sehen hübsch aus.

Aus dem Schoko-Ingwer-Teig lassen sich auch ganz wunderbare Nugat-Herzen backen. Herzen (ca. 5 cm Durchmesser) ausstechen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und mit gehobeltem Nugat belegen. Mit einem zweiten Herz belegen und an den Rändern leicht andrücken. Dann bei 180 Grad Ober/Unterhitze circa 13 Minuten backen. Auf ein Kuchengitter legen und auskühlen lassen.

Nach belieben können die Kekse mit Kuvertüre verziert werden.

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