Tiramisu-Torte

…Oder von Freunden, die einen Meilenstein erreichen.

Dieses Wochenende war es wieder so weit. Endlich, nach viel zu langer Zeit, hat sich ein ganz besonders willkommener Gast zum Besuch in den heiligen Hallen unseres Wohnzimmers angekündigt. Und dann auch noch der erste Besuch als frischgebackener Herr Doktor. Ja, es ist tatsächlich so, dass unser lieber Skippy jetzt offiziell der Herr Doktor ist. Auch wenn es noch recht ungewohnt ist, finde ich doch, dass das verdammt großartig klingt. Gaanz abgesehen von der Tatsache, dass es verdammt großartig ist, dass wir jetzt einen Arzt in unseren Reihen haben. Dass die ganzen Mühen und Strapazen der letzten Jahre sich ausbezahlt haben und es nun endlich ans Doktorsein geht. Für diese besondere Aufgabe gilt es,  gut gestärkt zu sein und da ist so eine selbst gemachte Torte doch wohl genau das Richtige.

Zu diesem Anlass soll es aber nicht einfach ein 0815 Kuchen sein, was die wohnzimmerglücklichen grauen Zellen einmal mehr vor eine Herausforderung gestellt hat. Aber, einem Geistesblitz sei Dank, war ziemlich schnell klar, was es geben wird. Eine selbst-kreierte „Tiramisu“-Torte. Weil ich, zugegebener Maßen so gar kein Fan von Kaffee in Kuchen bin, das Prinzip von Tiramisu aber ganz wunderbar finde, habe ich kurzerhand meine eigene Variation gemacht. Mit viel Kakao, denn den mag doch wirklich jeder. Und wenn nicht, dann Pech gehabt. Als wohnzimmerglücklich Backende, muss man schließlich auch auf sich selbst schauen. Das um und auf bei einer Tiramisu-Torte, egal ob mit Kaffee oder Kakao, ist die Tatsache dass man die Torte schon einen Tag bevor sie gegessen werden soll machen muss. Da gibt es auch absolut keine andere Möglichkeit. Wirklich nicht. Denn, nur dann kann sich der volle Geschmack entfalten und die Biskotten und der Biskuit schön durchziehen.

Gut, dass ich mich dazu entschlossen habe, für den Herrn Doktor zu backen und dem Geistesblitz nachgegeben habe. Denn das breite Grinsen und die Freude im Gesicht, mit der die Torte verschlungen wurde, sind alle Mühe wert. Vielmehr noch bestätigen Sie die Annahme, dass etwas selbst gebackenes eben immer auch Glück bedeutet. Und Kakao mag er, zum Glück, offenbar auch.

Schön, dass du bei uns warst. Auf dass dies in Zukunft viel öfter der Fall sein möge.

Es grüßt voll unverhohlenem Stolz, auf den gelungenen Abschluss und die gelungene Torte,

die Wohnzimmerglückliche


Zutaten

Biskuit

  • 3 Eier
  • 3 El heißes Wasser
  • 150 g  Zucker
  • 150 g Mehl
  • 1 TL geriebene Zitronenschale

Fülle

  • 500 g Mascarpone
  • 200 g Sauerrahm
  • 2 Eidotter
  • 100 g Zucker
  • 4-5 EL Kakao
  • 200 ml Milch
  • 200 g Biskotten (die italienischen)

Zubereitung

Einen Tortenring (20cm) auf Backpapier legen und mit dem Backpapier einschlagen. Den Backofen auf 180 Grad Ober/Unterhitze vorheizen.

In einer Metallschüssel, Eier schaumig schlagen. Das heiße Wasser zugeben und so lange rühren, bis die Masse weiß wird. Den Zucker mit der Zitronenschale vermischen und unter Rühren einrieseln lassen. So lange rühren, bis die Maße schön weiß ist. Die Maße in den Tortenring füllen und auf mittlerer Schiene circa 25-30 Minuten backen.

Aus dem Ofen nehmen und auf ein Kuchengitter ziehen. Circa 5-10 Minuten auskühlen lassen, dann aus der Form lösen und auf das Kuchengitter stürzen, Papier abziehen und dann mit der Unterseite nach unten komplett auskühlen lassen.

Milch mit Kakao verrühren, sodass ein schöner, dunkler Kakao entsteht.

Eigelb mit Zucker schaumig schlagen. Dann den Sauerrahm unterrühren. Anschließend, löffelweise den Mascarpone unterrühren. Dabei darauf achten, dass nicht zu lange gerührt wird, sonst wird der Mascarpone flüssig und rinnt davon.

Den Biskuit in der Mitte auseinanderschneiden. Den Tortenring auf eine Kuchenplatte legen, den unteren Teil des Biskuit hineinlegen. Den Tortenboden mit Kakao beträufeln. Dann die erste Schicht Mascarponecreme draufgeben. Die Biskotten kurz in den Kakao tunken und dann auf der Mascarponeschicht auflegen. Anschließend mit einer Mascarponeschicht bedecken. Das Ganze noch einmal wiederholen.

Den oberen Teil des Biskuit ebenfalls mit Kakao beträufeln, darf ruhig etwas mehr sein, damit das ganze schön saftig wird. Anschließend auf die letzte Mascarponeschicht geben. Mit Alufolie zudecken und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.

Vor dem servieren mit Kakao bestreuen.

Die Torte lässt sich, trotz der Eier noch gut zwei Tage nach der Zubereitung essen. ABER: Darauf achten, dass die Torte immer nur so lange aus dem Kühlschrank genommen wird, wie es dauert sie in Stücke zu schneiden. Danach sofort wieder mit Alufolie zudecken und in den Kühlschrank stellen.

Wem die rohen Eier nicht geheuer sind, der kann diese auch durch Qimiq ersetzen.

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