Schoko-Schoko-Torte

…oder was man sich von seiner Cousine zur Erstkommunion wünscht.

Auch wenn es schon ein, zwei Tage her ist, kann ich mich doch noch gut an den Tag meiner Erstkommunion erinnern. Das weiße Kleid, die Aufregung, die Freude jetzt auch „zu den Großen“ zu gehören und natürlich die Geschenke. Ja, an all das erinnert man sich auch noch Jahre nach diesem Ereignis zurück. Deshalb hat es mich umso mehr gefreut, als mich meine entzückende Cousine gefragt hat, ob ich denn eine Torte für die Feier zu ihrer Erstkommunion mache. Die Sache hatte nur eine kleinen Haken, die kleine mag eigentlich keinen Kuchen. Nach einigem Überlegen, und mit dem schönsten Blick, den ihre bezaubernden blauen Augen zustande bringen, hat sie sich dann für ganz viel Schokolade entschieden. Also am liebsten sowieso Schokolade, mit Schokolade, mit Schokolade.

Da waren die wohnzimmerglücklichen grauen Zellen wieder gefordert, aber schnell war klar: schön rund muss sie sein, die Torte. Und weiß. Und am besten mit einer Schleife versehen. Gedacht, gemacht. Die elterliche Küche einmal mehr ins Chaos gestürzt und den 04.05.2014 zu einem chaotischen Backtag erklärt.

Am Sonntag, nach einem ausgiebigen und sehr leckeren Essen in St. Gerold und einem kleinen Verdauungsspaziergang, war dann Tortenzeit. Und Zeit für das wohl schönste Kompliment, das jemals jemand mir und meinen Backkünsten gemacht hat. Stapft doch dieses kleine Mädchen, nach dem Verzehr eines für ihre Verhältnisse riesigen Tortenstücks, schnurstracks auf mich zu. Stemmt beide Hände in die Hüften, schaut mich aus ihren blauen Augen an und sagt: „Sag mal, wann machst du jetzt endlich was mit deinen Kuchen? Ist doch schade, wenn nicht mehr Leute was davon haben.“ So weise ist man also mit acht Jahren und so einfach scheint es zu sein mit den Talenten… Fast fünf Monate hat es gedauert, bis ich mich daran erinnert habe und endlich zur Tat geschritten bin.

Aber jetzt zurück zur Schoko-Schoko-Torte…

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Zutaten Torte 28 cm

Schokolade Biskuit

  • 6 Eier (zimmerwarm)
  • 6 EL heißes Wasser
  • 240 g feiner Backzucker
  • 210 g Mehl
  • 30 g echter Kakao

Dunkle Mousse

  • 100 g Vollmilchkuvertüre
  • 25 g Zartbitterkuvertüre
  • 150 ml Schlagobers
  • 1/2 Qimiq

Weiße Mousse

  • 150 g Weiße Kuvertüre
  • 150 ml Schlagobers
  • 1/2 Qimiq

Zubereitung

Backofen auf 175 Grad vorheizen.

Für den Biskuit die Eier in einer Edelstahlschüssel kurz schaumig rühren, das heiße Wasser unter rühren zugeben und die Masse dann fünf Minuten auf höchster Stufe schaumig schlagen. Zucker unter rühren löffelweise zugeben und so lange auf höchster Stufe schaumig schlagen, bis die Masse weiß ist. Beim Biskuit gilt: im Zweifelsfall lieber noch ein paar Minuten länger schlagen, damit der Teig auch wirklich schön luftig wird! Ich wiederhole mich da zwar, aber das ist und bleibt das Geheimnis eines guten Biskuits! Geduld und Ausdauer beim Rühren!

Das Mehl mit dem Kakao gut vermischen, löffelweise auf die Ei-Zucker-Masse sieben und dann ganz behutsam unterheben. Ungeduldige Bäcker/innen, denen das Rühren zuvor schon genug war, können das Mehl auch auf niedrigster Stufe mit dem Mixer unterheben. Aber vorsichtig sein, sonst hat das ganze geduldige Rühren davor keinen Sinn!

Den Teig in eine Backform geben und auf mittlerer Schiene bei 175 Grad circa 25 Minuten backen. Hier sei wieder gesagt, dass die Backzeit vom Backofen abhängt, deshalb lieber kontrollieren ob sich der Biskuit am Rand schon leicht von der Form löst. Dann ist er fertig! Aus dem Backofen nehmen und in der Form auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Wenn der Biskuit vollständig abgekühlt ist, einmal durchschneiden. Das geht am besten mit einem Tortenschneider wie zum Beispiel diesem hier. Wer so einen nicht besitzt kann auch einfach ein Messer verwenden. Dabei aber vorsichtig sein und den Biskuit während dem Schneiden drehen, damit die beiden Teile gleichmäßig hoch sind.

Den unteren Teil auf eine Kuchenplatte legen, einen Backrahmen um den Tortenboden stellen. Zwischen Backrahmen und Tortenboden Biskotten so aneinanderstellen das sie einen „Tortenrahmen“ bilden. Das ist etwas mühsam, mit ein wenig Geduld aber möglich und der Aufwand lohnt sich allemal. Wenn es aber so gar nicht klappen will, dann einfach die Biskotten auf einer Seite ein Stück abschneiden damit sie besser stehen. Dabei dann aber darauf achten, dass sie gleichmäßig hoch bleiben und nicht zuviel abgeschnitten wird!

Das Qimiq, am besten direkt aus dem Kühlschrank, schaumig schlagen. Dann halb-halb auf zwei Rührschüsseln aufteilen.

Die dunkle und die weiße Mousse werden auf dieselbe Art hergestellt. Dazu jeweils die Kuvertüre grob hacken, 50 ml Schlagobers auf 80 Grad erwärmen, dann die gehackte Kuvertüre einrühren. Die restlichen 100 ml steifschlagen, rasch unter die abgekühlte Kuvertüre-Sahne Mischung rühren. Dann mit einer Hälfte Qimiq verrühren.

Zuerst die dunkle Mousse auf den Tortenboden verteilen. Den zweiten Tortenboden drauflegen. Mit der weißen Mousse bestreichen. Mit Alufolie zudecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Die dekorativen Schokolade Herzen kann man entweder kaufen oder ganz einfach selber machen. Dazu braucht man lediglich eine Silikonform wie zum Beispiel diese hier. Je nach belieben dunkle oder weiße Kuvertüre schmelzen und mit ein bisschen Kakaobutter verrühren. Dann in die Form streichen und über Nacht erhärten lassen.

Die Torte vorsichtig aus dem Tortenring lösen. Ein Band, am besten passend zum Anlass, um die Torte binden. Mit den Schokolade Herzen dekorieren und dann wohnzimmerglücklich genießen!

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